Steinschlag am Hörnligrat: Bergsteiger stürzt in den Tod – Staatsanwaltschaft ermittelt

(Zermatt VS). Am 27. Oktober 2026 ist ein Bergsteiger am Matterhorn in die Tiefe gestürzt. Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Am Dienstagmorgen, kurz nach 6 Uhr, befanden sich zwei Alpinisten im Aufstieg auf das Matterhorn über den Hörnligrat. Auf einer Höhe von rund 3’500 Metern kam es in ihrer Nähe zu Steinschlägen. Einer der Alpinisten verlor seinen Begleiter daraufhin aus den Augen und alarmierte umgehend die Rettungskräfte.

Polizei.news | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Matterhorn, Hörnligrat, oberhalb von Zermatt.
  • Zeitpunkt: Dienstag, 27. Oktober 2026, kurz nach 6 Uhr.
  • Höhe: Rund 3’500 Meter über Meer.
  • Ereignis: In der Nähe zweier Alpinisten kam es zu Steinschlägen. Einer der Männer stürzte tödlich ab.
  • Alarmierung: Der Begleiter verständigte die Rettungskräfte, nachdem er den Alpinisten aus den Augen verloren hatte.
  • Rettungseinsatz: Ein Helikopter der Air Zermatt wurde durch die Kantonale Walliser Rettungsorganisation aufgeboten.
  • Opfer: Die formelle Identifikation des Verstorbenen ist noch im Gange.
  • Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft untersucht die genauen Unfallumstände.

Air Zermatt findet verunglückten Bergsteiger

Ein durch die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) aufgebotener Helikopter der Air Zermatt begab sich zum Unfallort. Kurze Zeit später konnten die Einsatzkräfte den Alpinisten im Gelände lokalisieren. Sie konnten jedoch nur noch seinen Tod feststellen.

Identifikation läuft – Staatsanwaltschaft untersucht den Absturz

Die formelle Identifikation des Verstorbenen ist im Gange.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.

 

Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis


Polizei.news informiert | Sicherheit auf Hochtouren

Steinschlag im Hochgebirge: Drei wichtige Regeln für sichere Hochtouren

Steinschlag gehört zu den ernst zu nehmenden Naturgefahren im alpinen Gelände. Lockere Steine können sich durch Temperaturwechsel, Frost, Niederschlag, Tiere oder andere Bergsteiger lösen. Eine sorgfältige Tourenplanung, die richtige Ausrüstung und laufende Aufmerksamkeit helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen.

1. Steinschlaggefährdete Zonen frühzeitig erkennen

Achten Sie auf frische Steine am Weg, loses Gestein, brüchige Felsflanken und Rinnen, in denen herabfallende Steine gebündelt werden können. Auch andere Seilschaften oberhalb der eigenen Route können unbeabsichtigt Steine auslösen. Beurteilen Sie Wetter, Temperatur und Gelände laufend neu. Wenn eine Passage zu gefährlich erscheint, ist ein Routenwechsel oder der Verzicht auf die Tour die richtige Entscheidung.

2. Helm tragen und gefährdete Stellen zügig passieren

Auf alpinen Felsrouten gehört ein geeigneter Bergsteigerhelm zur Grundausrüstung. Er kann vor kleineren herabfallenden Steinen schützen, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz vor grösseren Gesteinsbrocken. Vermeiden Sie unnötige Aufenthalte in steinschlaggefährdeten Bereichen. Planen Sie die Route so, dass ausgesetzte Abschnitte möglichst sicher und ohne Zeitdruck durchstiegen werden können.

3. Sicherungstechnik beherrschen und Notfälle vorbereiten

Seil, Sicherungsmaterial und das Wissen über deren korrekte Verwendung sind auf anspruchsvollen Hochtouren unerlässlich. Welche Sicherungsmethode geeignet ist, hängt stark vom Gelände ab. Insbesondere an steilen Graten kann eine ungeeignete Seiltechnik zusätzliche Gefahren schaffen. Nehmen Sie ein geladenes Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Material und eine Rettungsdecke mit. Hinterlegen Sie Ihre geplante Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit bei einer Vertrauensperson.

Gut zu wissen: Steinschlag ist nicht auf warme Sommertage beschränkt. Auch Frostwechsel, Niederschlag und andere Einflüsse können Gestein destabilisieren. Deshalb reicht es nicht, nur die Wetterprognose zu prüfen. Entscheidend sind die aktuellen Verhältnisse entlang der gesamten Route.

Bei akutem Steinschlag: Verlassen Sie den Gefahrenbereich, wenn dies sicher möglich ist, und suchen Sie geeignete Deckung. Halten Sie den Kopf geschützt und warnen Sie andere Personen. Welche Massnahme am sichersten ist, hängt von der konkreten Geländesituation ab.

Praktischer Tipp: Prüfen Sie vor jeder anspruchsvollen Hochtour nicht nur die Ausrüstung, sondern auch Ihre Erfahrung, Trittsicherheit, Sicherungskompetenz und die Leistungsfähigkeit der gesamten Seilschaft. Bei fehlender Erfahrung empfiehlt sich die Begleitung durch eine qualifizierte Bergführerin oder einen qualifizierten Bergführer.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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